Darm-Check und Darmtherapie

Mit ganzheitlicher Darmgesundheit zurück zur Körpermitte.

„Mens sana in corpore sano“ – Ein gesunder Geist wohnt in einem gesunden Körper.

(lateinische Redewendung vom römischen Dichter Juvenal, 60-140 n.Chr.)


Die gesamte bis zu 40 Quadratmeter große Schleimhaut unseres Darmgeflechts stellt über 80% unseres Immunsystems dar und beherbergt viele Bakterien-Stämme und Arten.

Unser Darm ist viel mehr als nur ein Verdauungs- und Ausscheidungsorgan.

Mit einer nervlichen Steuerung von über 10 Millionen Neuronen birgt er mehr Nervenzellen, als unser Rückenmark. Somit ist es kein Wunder, dass unser Darm auch die Bezeichnung Bauchgehirn trägt und wir uns zu mancher Zeit auf unser Bauchgefühl verlassen.

Betrachtet man das Genom unserer gesamten Darmbakterien im Vergleich zu den

25.000 Genen des Menschen, so haben wir mit unserem Mikrobiom eine beachtliche Anzahl von 3,3 Millionen unterschiedlichster Gene im Darm.

Die mikrobielle Besiedelung des Darms findet mit der Geburt statt und reift in den folgenden Jahren heran. Hier gibt es mittlerweile Hinweise, dass der Aufbau der Darmflora zu einem gewissen Anteil sogar schon vor der Geburt stattfindet.

Erst mit der Pubertät haben wir ein relativ stabiles Mikrobiom erreicht, welches jedoch mit zunehmendem Alter in seiner Funktionalität wieder nachlässt.

Dies gilt es zu pflegen, um die Kurve der Diversität und Funktionalität länger aufrechtzuhalten.

Das Mikrobion besteht aus mehreren Kompartimenten. Das Mikrobiom der Haut, im Mund und Vaginalbereich – und das größte Mikrobiom unseres Körpers, das ca. 99% unseres gesamten ausmacht ist unser Darm.

Wir stehen mit unseren Bakterien in einer Symbiose- ohne sie wären wir nicht lebensfähig, zumindest nur für eine kurze Zeit.

Sie schützen uns vor Keimen, die uns nicht „guttun“. Sie sind daran beteiligt, unverdauliche Nahrungsbestandteile aufzuschließen und bilden sogar teilweise Vitamine, Aminosäuren und Hormone. Auch für unser Immunsystem wichtige essentielle Fettsäuren werden von ihnen gebildet. Bakterien unterstützen sogar das Immunsystem bei der Produktion von Antikörpern.

Somit hängt auch unsere Gesundheit mitunter von der Auswahl unserer Darmbewohner ab, denn viele Erkrankungen haben fast auch immer einen Anteil im Darm.

Somit können wir durch Symbiose-Lenkung einen positiven Einfluss auf unsere Gesundheit nehmen.

Es gilt, auch dieses sensible System zu pflegen, um ein gesundes Gleichgewicht mit vielen nützliche Bakterien und möglichst wenigen pathogenen Keimen stets zu erhalten- in anderen Fällen, Ungleichgewichte auszugleichen. Sowohl in einer ganzheitlichen Therapie als auch in der Prävention.

Eine Vielzahl von Symptomen und Krankheitsbildern finden ihren Ursprung im Darm.

Verschiedene Einflüsse auf das Mikrobiom, um nur einen kleinen Auszug zu nennen:

Eine Mangel- und Fehlernährung- dies schließt auch die einseitige Ernährung mit ein.

Eine große Bedeutung haben Stress und fehlende Entspannungsphasen, insbesondere belastende Lebenssituationen.

Auch Erkrankungen der Verdauungs- und Entgiftungsorgane (z.B. Galle, Leber, Bauchspeicheldrüse) haben Einfluss auf unsere Darmflora.

Ebenfalls Medikamenteneinnahme (nicht nur Antibiotika, auch beispielsweise Abführmittel und vieles mehr) kann Einfluss auf das sensible Mikrobiom und unsere gesamte

(Darm-)Gesundheit nehmen.

Chronische-/ entzündliche Erkrankungen, Verstopfungen können ebenfalls verändernde Einflüsse auf das Mikrobiom haben.

Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Nahrungsmittel-Allergien, Störungen der Immunabwehr können das Mikrobiom verändern.

Nicht zu vergessen sind (funktionelle) Infektionen durch verschiedene Bakterien, Viren, Pilze und Parasiten.

Ist der Darm psychisch oder organisch gestört, gilt es herauszufinden. Denn dies ist wechselseitig. Die Psyche beeinflusst sowohl unseren Darm und unser Darm beeinflusst unsere Psyche.

In der ganzheitlichen Darm-Therapie wende ich unter Berücksichtigung der Symptomatik verschiedene Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten an. Immer individuell abgestimmt und Ursachenorientiert.
Hierbei arbeite ich zur Analyse ergänzend mit einem spezialisierten und erfahrenen Fachlabor meines Vertrauens zusammen und entwickle anhand der Laborbefunde ein individuelles Behandlungskonzept.

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